Holzschutz für jedermann

Holzschutz - Grundkentnisse des Holzes

Um über Holzschutz zu plaudern, sollten wir uns mal kurz anschauen, was Holz eigentlich ist.

 Jeder kennt Holz. Doch nur die wenigsten machen sich die Bedeutung des Holzes bewusst. Wenn man eine Buche oder eine Eiche sieht, gerät schnell in Vergessenheit, dass Holz zu den ältesten Baustoffen der Menschheit gehört und sich als Bausubstanz –  richtig angewandt, in nahezu allen Regionen der Erde durchgesetzt hat. Dass dieses nicht nur besonders resistenten Holzsorten(z.B. Eiche und Bangkirai) gelang, sondern auch solchen, die als anfällig gelten(z.B. Fichte und Kiefer) beweist: Wird Holz sachgerecht behandelt, so wird man viel Freude an ihm haben. Jedoch funktioniert dies meistens nicht ohne baulichen oder chemischen Holzschutz.

Man sollte jedoch nicht vergessen, das Holz, wie jeder andere organische Stoff nicht mit unbegrenzter Haltbarkeit gesegnet ist. Es ist ganz natürlich und sogar nützlich, dass die Natur altes und abgestorbenes Holz mit Hilfe vieler verschiedener Organismen zersetzt und es so wieder in den Rohstoffkreislauf der Natur eingliedert. Dieses wird jedoch zum Ärgernis, sobald diese Organismen sich am Konstruktionsholz zu schaffen machen und das Holz zersetzen oder es zumindest befallen.

Wenn man sich heutzutage mit dem Thema Holzschutz beschäftigt, wird man über kurz oder lang auf das Thema Nachhaltigkeit zu sprechen kommen. So ist sich jeder treue Fernsehzuschauer darüber bewusst, dass er mit einem Kasten Markenbier einen qm Regenwald schützen kann. Dass durch die richtige und rechtzeitige Behandlung seines Gartenzauns mit Holzschutzmitteln ein weitaus größerer Effekt erzielt werden kann, erschließt sich nicht auf den ersten Blick, erscheint jedoch logisch, wenn man bedenkt, wo viele Edelhölzer ihren Ursprung haben und das eben jeder Eichenstuhl auch mal ein Baum gewesen sein muss.

Wendet man sich den biologischen Feinden des Holzes zu, so wird man feststellen, dass wir es vor allem mit zwei Arten von Schädlingen zu tun haben. Der tierische Angriff auf die Gartenbank erfolgt zumeist durch Insekten, wobei hier die Käfer, die sich vom Holz ernähren, besonders hervorzuheben sind. Dass ihre Zerstörungskraft im Gegensatz zu den häufigsten pflanzlichen Parasiten, den Pilzen, nicht so stark ist, kann nur ein schwacher Trost sein, da ein zerstörtes Werkstück zerstört bleibt – gleich, ob dies nach 5 oder 10 Jahren passiert. Eine Ausnahme stellt hierbei der Splintholzkäfer dar, da dieser durch schnelle Vermehrung einen immensen Holzkonsum vorzuweisen hat. Alleine deswegen sollte man schon über den chemischen Holzschutz nachdenken.

Sollte ein Holzbau trotz Überdachung einen Pilzbefall vorweisen, so kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass sich hierfür der „Echte Hausschwamm“, der „Braune Kellerschwamm“ oder der „Weiße Porenschwamm“ verantwortlich zeigt. Liegt ein Befall im Freien vor, ist hingegen in 9 von 10 Fällen ein „Blättling“ der Täter. Eine nicht direkt angreifende, wohl aber das Holz verfärbende Wirkung entfaltet hier hingegen die Gruppe der „Bläulinge“. oder aber bei uns bekannt als Bläuepilz.

 

Tierische Schädlinge rekrutieren sich hingegen aus der Gruppe der Trockenholzinsekten (beispielsweise der bereits genannte „Braune Splintholzkäfer“ oder der „Hausbockkäfer“ usw.).

Um das Holz im nächsten Schritt richtig behandeln zu können, ist es nun wichtig, sich mit den Besonderheiten dieser Arten zu beschäftigen. Eine Verwechslung oder irrtümliche Verdächtigung einer anderen Gruppe von Schädlingen behindert den korrekten Einsatz von Holzschutzmitteln und kann so dem Holz sogar eher schaden, als zu dessen Gesundung beizutragen.

4.12.11 11:57

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